Mein erstes Projekt an der SoA+D

Nach einigen Wochen an der SoA+D in Bangkok kann ich sagen, dass der Fotokurs mit Abstand die beste Wahl war. Unser Lehrer ist ebenfalls aus Deutschland, lebt in Bangkok seit mehreren Jahren und hat wirklich gute Ideen für Fotoprojekte. Mein erstes größeres Projekt an der Universität ist „Bangkok from Above“. Die Idee ist nicht ganz neu – Graham Meyer hatte bereits in diesem Jahr diverse Fotos dieser Art veröffentlicht. Nun bin ich an der Reihe und kann euch gleich auch meine wichtigste Erkenntnis nach diesem Projekt verraten: Die Perspektive unterscheidet die meisten schlechten Fotos von den Guten.

Perspektive, Perspektive, Perspektive

Wenn ich die Touristen in Bangkok mir anschaue und Sie dabei beim Fotografieren beobachte, fällt mir immer wieder auf, dass die Fotos fast ausschließlich in der Höhe des Kopfes geschossen und dabei direkt auf das Fotomotiv gerichtet werden. Beim Anschauen der Urlaubsbilder dann die langweilige Erkenntnis: Alle Gäste sind eingeschlafen, Ausgehen wurde abgesagt und die Gäste gehen nach Hause um ihren Schlaf fortzusetzen. Warum? Die Bilder sind einfach eine Ansammlung der Ödnis. Ich persönlich habe meistens Zweifel, dass ein Urlaubsbilderabend wirklich Spaß macht. Nach einiger Zeit ist einfach die Luft raus. Der Grund für all die Misere? Erstmal ist es nicht möglich die gesamten Sinne in einem Foto unterzubringen. Hinzu kommt, dass den Leuten auf den meisten Fotos die Perspektive einfach stinknormal geläufig ist. Im Endeffekt sind deine Urlaubsbilder also eine einfache Diashow von Standbildaufnahmen bei dem jeder Betrachter mit Scheuklappen durch Bangkok spaziert. Die Fotos wirken meist auf allen Seiten abgeschnitten und bewegen sich noch nicht einmal. Das klingt nicht nach anhaltender Unterhaltung. Die Lösung ist also Folgende: Nutze die Perspektive aus! Fotos machst du auf diese Weise weitaus interessanter! Geh in die Hocke, lege dich auf den Boden, klettere in die Höhe, oder mache einfach Fotos an ungewöhnlicheren Höhen. Sofort wirkt dein Foto interessanter und mehr gewollt und weniger abgeschnitten. Mit einigen weiteren Tricks wird so jeder Urlaubsfotoabend nicht zu einer (langweiligen) Pyjamaparty.

Sum up

Wozu dieser Artikel also? In diesem Artikel hast du etwas Wichtiges über die Perspektive gelernt und zudem einige Beispiele aus Bangkok sehen können. Nutze andere als die bekannten Positionshöhen in deinen Fotos aus, um deine Bilder abwechslungsreich zu halten. Zeige den Betrachtern neue Blickwinkel und halte so den Unterhaltungsfaktor hoch genug.